Da ich Igel ganz besonders mag und auch zukünftig den ein oder anderen Igel übernehmen werde, hat der Igel nun eine eigene Kategorie bekommen.

Ob allgemeine Infos zu Igeln, Igelstationen, Bau von Igelgehege und Igelhaus, oder meine Erfahrungen bezüglich der Auswilderung von Igeln - hier ist alles zum Thema Igel zu finden.

Wichtiges zum Igel findet man auch beim Verein der Igelfreunde Stuttgart.
Igelstationen suchen immer wieder dringend Leute mit naturnahen Gärten und der Möglichkeit Igel auszuwildern. Nicht jeder Igel kann an seinem Fundort wieder ausgesetzt werden. Da wir einen Naturgarten mit genug wilder Umgebung ohne Strassen haben, habe ich mich nun also entschlossen ein Igelgehege mit Igelhaus zu bauen.

mt_ignore:Igelgehege

Geeignet für ein Igelgehege sind Holz, Palisaden oder Wellpolyster. Da mir künstliches Material für meinen Garten nicht gefällt, Palisaden sehr kostenaufwändig sind, haben wir uns für Holz entschieden. Dies war erstens die kostengünstigste Variante und zweitens am einfachsten umzusetzen, da wir bei dieser Lösung noch nicht mal eine Tür einbauen mussten. Maschendraht ist nicht geeignet, da der Igel versucht daran hochzuklettern und sich verletzen kann.

Ein Igelgehege sollte mindestens 4 qm Größe haben, je mehr desto besser. Das Holz muß 10 - 15 cm in die Erde eingegraben und 50 cm hoch sein.
Gärten gehören zu den wichtigsten Lebensräumen des Igels. Um den Garten igelfreundlich zu gestalten, kann man jede Menge natürliche Unterschlüpfe im Garten schaffen. Büsche und Hecken, Reisig- und Laubhaufen, Hohlräume unter Schuppen oder Holzstapel dienen dem Igel als Behausung. Der Garten sollte möglichst nicht zu aufgeräumt sein, damit sich der Igel wohl fühlt und schon hat man einen fleißigen Helfer.

Zusätzlich kann man aber auch noch Igelhäuser aufstellen. Für weniger begabte Bastler gibt es natürlich im Handel bereits fertige Igelhäuser. Da wir aber gerne auch selberbauen haben wir uns zum Eigenbau entschlossen.

mt_ignore:Igelhaus

Das Igelhaus sollte möglichst zwei Eingänge/Ausgänge haben, damit Igel ausweichen können falls mehrere Igel zum Igelhaus kommen. Im Handel gibt es meist entweder Schlaf- oder Futterhaus. Das unser Igelhaus hauptsächlich für unser Igelgehege gedacht ist, haben wir das Igelhaus etwas größer gebaut, damit wir Futterhäuschen und Schlafhaus kombinieren konnten. Natürlich muß darauf geachtet werden, daß Sauberkeit im Igelhaus herrscht. Es wird noch mit Zeitungen ausgelegt und für das Nest werden Stroh und Zeitungsschnipsel verwendet. Heu ist nicht geeignet.

Wir haben das Igelhaus mit einer Rattenklappe versehen, würden wir jedoch nicht mehr machen.
igel

Ursprünglich lebten Igel überwiegend in dicht bewachsenen Wäldern. Durch den Eingriff des Menschen in die Natur findet man Igel jedoch heutzutage fast nur noch in menschlichen Siedlungen, da sie dort bessere Lebensbedingungen finden.

Auch da werden jedoch die Bedingungen immer schlechter, da ein zu ordentlicher Garten dem Igel die notwendigen Bedingungen nimmt. Der größte Feind der Igel ist der Mensch. Wer also einen Garten sein eigen nennt, sollte auch an die kleinen Stachelritter denken.

Gefahren für den Igel: Rasenmäher (Igel ruhen oft in hohem Gras), Elektrosensen, Mistgabeln (Vorsicht bei Kompost und Laubhaufen), Feuer (Achtung bei Gartenfeuern), Schächte und Gruben werden zu Fallen, Pestizide und Kunstdünger vernichten Nahrung und ein aufgeräumter Garten bietet keine Nistmöglichkeiten. Gartenteiche sollten eine Ausstiegshilfe (Brett mit Querleisten) haben, da Kleintiere auf der Suche nach Wasser sonst jämmerlich ertrinken.

In einem igelfreundlichen Garten muß auf den Einsatz von Chemie verzichtet werden. Es sollte nur ein Teil des Gartens gemäht werden, die Gartenränder und unter Gebüsch und Hecken am besten gar nicht mähen. Exotische Pflanzen sind ohne Nutzen für unsere einheimischen Tiere, deshalb sollte man sich für einheimische Pflanzen und Gehölz entscheiden. Igel brauchen Unterschlüpfe, Holzstapfel, Gebüsch und Hecken, Reisighaufen, gerade im Herbst Laubhaufen liegen lassen oder unter Büschen verteilen. Man kann auch künstliche Niststätten anbieten. Igelhäuser kann man ohne großen Aufwand selbst bauen, oder natürlich auch im Fachhandel kaufen. Wasserstellen sind auch ganz wichtig. Entweder einen kleinen Gartenteich mit Ausstiegshilfe anlegen, oder flache Tonschalen erfüllen den Zweck ebenso. Auf engmaschigen Gartendrahtzaun sollte verzichtet werden, oder es sollten zumindest Durchgänge vorhanden sein.

In der nahrungsarmen Jahreszeit kann man auch eine Futterstelle mit Igeltrockenfutter einrichten, jedoch nur bis zum ersten Frost, damit man die Igel nicht künstlich wach hält. Dadurch kann es oft vermieden werden, untergewichtige Igel in menschliche Obhut zu nehmen, was nur im Notfall gemacht werden sollte.

Denn nicht jeder Igel braucht Hilfe und muss in seiner natürlichen Umgebung belassen werden, so lange dies irgendwie möglich ist.

Hilfebedürftig sind - verletzte Igel, kranke Igel, verwaiste Igelsäuglinge, Igel die bei Dauerfrost und Schnee herumlaufen.

Wenn man einen hilfebedürftigen Igel findet, muss man sich unbedingt mit einer Igelstation in Verbindung setzen, denn Tierliebe allein reicht hier nicht aus.


Infos rund um den Igel findet man bei

http://www.pro-igel.de/
http://www.verein-der-igelfreunde-stuttgart.de

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Sonja, tierverrückt und naturverbunden.
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Ich fotografiere und schreibe überwiegend über Tiere und Natur, aber ab und an auch über Dinge aus dem Alltag.

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